Arica – la ciudad del muerte

Januar 31, 2010

Vielleicht versteht Ihr die Ueberschrift? Es ist spanisch und bedeutet die Stadt des Todes! Warum ich die Ueberschrift dieses Eintrages so nenne hat mehrere Gruende: zum einen laueft man auf der Strasse und am Strassenrand sind lauter Tierkadaver, Voegel, Hunde die sehr unangenehm riechen, im Hafen werden tote Fische und Fischskelette an Seeloewen und Pelikane verfuettert und ueber der Stadt kreisen tausende schwarze Voegel, eine Art Adler, nur viel haesslicher – mit kahlen, roten Koepfen- erinnern an Geier! Was noch geschah und mich total geschockt und schlechte Erinnerungen hervorgerufen hat war, dass in der letzten Nacht, keine 50 m vom Hostel ein scherer Autounfall war- hab nur das Autowrack gesehen und wollte nich mehr sehen!!

Naja, der Rest war eigentlich supergut. Wurde vom Busbahnhof von einem Schweizer abgeholt, der auf Suche nach Leuten fuer das Hostel in dem er schlief war, und das Hostel ist echt genial. Die Jenny aus Frankreich hat das Arica Unite Backpackers 2 Wochen eroeffnet, super sauber, wie ein Palast, die Leute supersympatisch! Am 2. Abend haben wir Pizza gebacken und zu Suedamerikanischen Rythmen die Bude gerockt, danach gabs noch ein Nachbad (nicht nackt!!) im Pazifik.

Der Pazifik – zumindest in Arica- ist schmutzig, sehr salzig und es gibt viel Muell am Strand! Der Sand ist nicht schoen, aber jemand der brasilianische, weisse Sandstraende mit kristallklarem Wasser gewohnt ist, ist in der Hinsicht etwas kritischer!

Am 1. Tag habe ich mit 3 Chilen den Hausberg Aricas erklommen, 15 Minuten Fussmarsch vom Zentrum, aber die Aussicht ist genial. Wir haben den Sonnenuntergang angschaut und ich habe viele Bilder in Taekwondo-Kampfposen vor dem Sonnenuntergang schiessen lassen.

Am 2. Tag habe ich dann eine Tour in den Lauca Nationalpark gemacht. Es waren 11 Stunden im Minibus, der Guide hat immer an den sehenswerten Orten angehalten und – auf spanisch – alles erklaert. War echt schoen und interessant. Wir haben eine weltweite einmalige Kaktusart beguachtet, Lolly das Lama gesehen, gefuettert gestreichelt und das Lumpeviech hat mich angespuckt – verdammt! Auch hier eine wunderschoene Bergwelt mit vielen Lama- und Alpackaherden, schneebedeckte Berge und Vulkanen im Hintergrund, vielen Tieren auf dem Weg, historische Kirchen und der letzte Halt vor dem Rueckweg war an einem Bergsee auf 4500 m Hoehe.

Die Kurzkommentare kommen ja scheints gut an: Hier noch ein paar ueber Arica:

– Nicolas: Die Hunde in Arica sind sehr ruhig! (Mist, weiss nicht wie ich „tranquilo“ ins Deutsche uebersetzen soll!)

– Ich: Hahaha, ja du hast recht, die Hunde hier sind sehr sehr ruhig!!!

Jòse: Die Adler fressen Tierkadaver und am liebsten Deutsche!

Ich bin Deutscher und kein Franzose!

Los Chilenos son muy malos, robaram los Bolivanos al mar!

Ich zu Jenny: Wir sind Europaeer, wir koennen nicht so tanzen wie Lationos, ahh!

In 4000 m hoehe ist es besser nicht den Berg hoch zu rennen, die Kosequenzen spuert man sehr schnell!

Im Reisebuero: Vor der Tour bitte kein Saft trinken, keine Milch trinken, kein Joguhrt essen  und ueberhaupt keine Milchprodkte essen, kein Wasser mit Kohlensaeure mitnehmen und nur ein leichtes Fruehstueck essen! Ich dachte mir nur: „Was soll der scheiss, ich geh auf ne Bustour und nicht ins Krankenhaus!“

Ohh aus Deutschland: Hitler, Beckenbauer, Mayer

Ich zu meinem Nebensitzer im Bus: Und wie ist der Grenzuebergang zwischen Chile und Brasilien?

Meiner neuer chilenischer amigo: Der Grenzuebergang zwischen Chile und Brasilien ist auch gut in Betrieb, viele Leute kaufen in Brailien billig ein!

Ich: Mhhm, claro amigo!! (in Gedanken: haha verarscht, es gibt keine Grenze zw. Chile und Brasilien)

Die peruanische Post schickt sogar Pakete auf den Mond!

Chilenen haben schlechtes Allgemeinwissen, keiner im Bus konnte mir sagen wie viele Einwohner Chile hat, wie viele Einwohner Arica und schon gar nicht wie viele Leute in Santiago leben!

Fast jeder 2. Chileno ist aus Santiago!

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Tacna – auf dem Weg nach Chile

Januar 28, 2010


Ueber Tacna gibts nicht so viel zu erzaehlen, hab nur hier ubernachtet, das Internet genutzt und gegessen! Ne kleine Stadt, 1 h von der Grenze zu Chile, 30 tsd Einwohner, die Bars waren leer gestern abend. Aber auf der Herfahrt wurden wir in an einem Checkpoint kontrolliert, und zwar ob wir Fruechte dabei haben. Es ist aufgrund einer bestimmten Moskitoart verboten Aepfel und sonstige Fruechte mit in die Region zu nehmen!

Und ich bin gerade auf nem kleinen Tiefpunkt, nach Machu Picchu was ich nicht sehen konnte…Aber Dagmar hat recht, das mach ich dann mal mit der Kirsten! Hab ein bissl Heimweh, der Trip ist genial, keine Frage aber mit der Zeit wird man muede, jeden Tag andere Staedte, andere Leute anderes Bett andere Umgebung! Im Bus dachte ich wie schoen es doch waer nen Wintertag jetzt Daheim zu verbringen, mit dem Papa in Wald, mal wieder so richtig buckeln, dann um 4e heim zum Fudra und a gscheids Vesper mit Pfefferminztee, Joggingbrot, Paprikaspeckwurst, Butterkaes und Papas HSE-Dosenwurst! Leute – ich vermiss euch alle! Aber bin ja bald zurueck, noch 3 Wochen und 3 Tage!

Aber werd die 3 Wochen jetzt schon noch mit Elan und neuer Motivation angehen! Heute Arice/Chile – Strand – Pazifik, das wird meine Stimmung schon wieder anheben! Werd noch ne Runde in der Stadt drehen und mich dann auf nach Chile machen, aber wenn ich Pech habe ist dort der Tag schon fast rum, glaub die sind den Peruanern 2 Stunden voraus.

Arequipa und das Meerschweinchen

Januar 28, 2010

Hallididoh,
noch ein paar facts aus Peru: Gestern hab ich mir Arequipa angeschaut. Bin morgens um 5 in the City angekommen, bin zum Zentrum und hab eine Citytour gebucht! War interessant, Arequipa ist die zeitgroesste Stadt Perus, und die zweitwichstigste, hat viel kolonialgeschichte und ist die sog. „Kornkammer“, vlt. auch „Mais und Gemuesekammer“ Perus.

Bevor Mittags um halb 3 mein Bus nach Tacna ging, hab ich mir noch ein Meerschweinchen reingezogen. Ja genau, Ihr habt richtig gelesen, in Peru ist es typisch Meerschweinchen zu essen und ich wollte das mal probieren. Naja, und als des dann auf dem Teller ankam, hatte ich fast keinen Hunger mehr. Die enthaaren die Meersauen, schneiden die auf, nehmen die Innereien raus und Stecken die auf so Grillspiesse wie bei uns die Haehnchen! Ist irgendwie komisch wenn dann dein Essen Dich beim Essen anschaut!!!

Hab es nicht so genossen, das Fleisch ist zwar zart und weiss wie Haehnchen, schmeckt aber anders. Da ist mir ein gutes Rindersteak doch lieber.

Was noch so auf der Speissekarte steht:

Lomo de alpaca con pastel de mais – Alpacasteak mit Maiskuchen

Napoleon de camarones – Schimps in Napoleonsosse

Trucha con rosti de papas – Forelle mit Kartoffelroesti

Fillet de pollo con purè de papa – Haehnchenfilet mit Kartoffelpuere

Dann gibts hier viel so Weichkaese und einmal habe ich eine Pilzrahmsuppe mit Gemuese und Kaese gegessen – sehr lecker. Ich hab schon gehoert in Peru gibt es das beste Essen Suedamerikas! Ich kenn noch nicht ganz Suedamerika, aber das essen hier ist lecker!

Cusco, neues aus dem Wasser

Januar 26, 2010

Cusco ist ja schon ne schoene Stadt, der Hauptplatz „Plaza da Armas“ mit Brunnen ist ja schon wunderschoen. Hier gibts auch niedliche kleine gepflasterte Gaesschen, aber auf den Strassen gehts trotzdem chaotisch zu!

Die Tour war auch super, bis auf das ich zu frueh vom Hostel abegholt wurde und kein Fruehstueck mehr hatte! Es waren 2 Daenen, 2 Amis und 2 Argentinier mit von der Partie. Auf der downhill-bike Tour am Anfang waren noch 2 weitere New Yorker, total unsympatisch dabei, die dann zum Glueck eine andere Tour weiter gemacht haben. Nach 5h Downhill – da bin ich ja schon ein alter Fuchs – sind wir in Santa Maria angekommen, ein bisschen Fussball gespielt, nen „lomo“ gegessen und schlafen gegangen!

Die Wanderung ging dann am naechsten Tag weiter, das versprochene „hot springs“ ein Thermalwasserschwimmbad konnten wir nicht machen, war geschlossen! Und auf dem Weg musste unser guide Jorge immer wieder andere Pfade suchen, denn die geplanten waren aufgrund der starken Regenfaelle nicht begehbar. Auf einer etwas gefaehrlich scheinenden Busfahrt auf einem schmalen Feldweg mit oft nur 1 m bis zum Abhang sind wir schliesslich in Santa Theresa angekommen. Nach Abendessen, Party, schlafen und Fruehstueck haben wir dann davon erfahren, dass die Wege nach Machu Picchu nicht begehbar sind, die Bruecken zerstoert – also nahmen wir die 7 h Busfahrt nach Cusco in kauf und sahen das Abenteuer als beendet. Wie schon geschrieben, wir hatten ech Glueck dass die grosse Bruecke von Santa Maria erst 10 Minuten nachdem wir Sie passiert haben zerstoert wurde! Das Wasser ist echt Hammerstark, nimmt alles mit: Haeuser, Felsen, Baeume, Bruecken es gibt kein entkommen! Die Bewohner nahe am Fluss packen Ihr Zeug und rennen! Ich habs mit eigenen Augen gesehen. Am Fusse von Santa Teresa ist eine Schule direkt am Wasser, die Bewohner haben Angst dass alles zerstoert wird. Es ist ca. alle 10 Jahre ein schlimmes Hochwasser in der Region: das sog. Ninjo-Phaenomaen! Aber die Leute denken dass es durch den Klimawandel noch schlimmer geworden ist.

Aber abgesehen von dem vielen Wasser ist die Landschaft wunderschoen, riesige Berge, zum Teil felisig, zum Teil mit Gras bewachsen, wilde Pferde, lange, riesige Taeler mit Fluessen und man faehrt den Berg durch die Wolken nach oben!

Hier noch ein paar insider-news!

Der Taxifahrer betaetigt die Hupe durchschnittlich 2 mal pro Minute, pro Fahrt macht das insgesamt 10 mal, wie lange dauert eine durchschnittliche Taxifahrt in Cusco?

Lasst uns doch ein Condor-Taxi nehmen, der Condor bringt uns schon nach Machu Picchu!

Oder das Lama-Taxi – aber aufpassen die spucken!

Hey man, that’s like a video game.

Let’s get drunk and stuff!

Die Daenen, die Hunde!

Lego kommt aus Daenemark.

Australier feiern Nationalfeiertag und wissen nicht warum!

Und die guides der anderen Gruppe sind doch schwul – und obendrein noch stoned und besoffen!

Beim der Busfahrt durch die Berge besser nicht nach unten gucken!

Australianische girls tanzen abartig gut!

Verrueckte Argentinier verkleiden sich an bestimmten Tagen im Jahr, der sogenannten „Lokozeit“ als Teufel und erschrecken in Unterhose und Socken armselige, unschuldige und ahnungslose Deutsche!

Geh scheissen! Du bist so dief!

Man dringt nicht einfach in das Schweinehaus ein um ein Foto mit der Sau schiessen, es waere unhoeflich. Stell dir vor die Sau wuerde in dein Haus eindringen und wollte ein Foto mi dir!

Mit einer Spezialpflanze kann man sich Inka-Kriegsbemalung machen!

Achtung, auf der Sonneninsel kann man an abgelegenen Orten vereinzelt das Paarungsritual der Spezies Homo Sapiens Sapiens beobachten!

Sollten sie aufgrund Schlafmangels in ein Nickerchen im Freien verfallen, beachten Sie bitte dass verrueckte Huehner mit Ihren Kueken vor Ihrem Gesicht sich auf Nahrungssuche begeben koennten!

Pinkelpausen sollten man in peruanischen Bussen am bestern 30 Minuten vorher bestellen! Wird dies nicht beachtet, kann es zu erhoehten Belastungen ihrer Blase fuehren!

Manche Peruaner schlafen mit offenen Augen – sehr komisch – keine Ahnung wie man so was machen kann!

Jetzt gehts nach Arequipa, will eigentlich direkt nach Chile, gibt aber keine Direktbusse! Bin irgenwie schon enttaeuscht, dass ich Machu Picchu nicht sehen konnte, aber was kann man machen! Wir wohl 1 Monat dauern bis Machu Picchu wieder erreicht werden kann, wenn es aufhoert zu regnen. Aber normal ist die Regenzeit noch bis Maerz!

Die Fluten ueberlebt

Januar 26, 2010

Hey Leute,

wollte nur kurz die Nachricht hinterlassen dass es mir gut geht! Vielleicht habt ihr schon von der Flut hier gehoert – Machu Picchu- eigentlich mein Hauptziel ist geschlossen, der Fluss ist reisst alles mit was Ihm in die quere kommt, Haeuser, Bruecken, Felsen – einige Doerfer sind nich mehr erreichbar. Ich wollte den Inca Jungle Trail machen, habs bis zur haelfte geschafft, morgen waer ich in Machu Picchu. Aber wir hatten Glueck im Unglueck, die Bruecke auf dem Rueckweg nach Cusco ist 10 Minuten nach uns zusammen gebrochen!

Ausfuehrlicher Bericht folgt. Ich hab noch eine Loki Hostel Nacht vor mir! Loki ist das Kult-Partyhostel in Peru und Bolivien.

Copa – Copacabana…

Januar 22, 2010

Jetzt gibt mal wieder news!

Nachdem ich am 19. abends das Paket voll mit Andenken, Geschenken und Zeug das ich nicht mehr mit mir rumtragen will, zum Alexandre geschickt hatte, hab ich einen Bus nach Copacabana genommen. 10 min bis zur Abfahrt hat es geheissen. Nix da, der Fahrer hat 45 Minuten „Copacabana“ rumgeschrieen, bis auch der letzte Platz im Minibus voll war.

In Copacabana bin ich fuer 20 Bolivianos (2 Euros) in nem Billighostel, sogar mit Hauseigener Baustelle ab morgens 8, untergekommen. Nachdem ich mir die Stadt mit Basilika angeschaut habe, ein Brauchtum bei dem die Leute Bier und Sekt auf den Bus schuetten gefilmt hatte, bin ich zur Isla do Sol. Vorher hab ich noch probiert ueber Western Union meine Machu Picchu Reservierungsgebuehr zu bezahlen, aber in so nem Dorf wie Copacabana gibts leider keine Banken die Wester Union haben, Danke Carmen fuer deine Hilfe!

Auf dem Boot zur Isla do Sol, 1,5 Stunden von der Copacabana, habe ich dann 3 Columbianer getroffen, ein Paerchen und der Carlos, supercool die 3. Mit denen habe ich zusammen dann ein Hostel gesucht, total anstrengend mit Gepaeck den Buckel hoch, aber die Aussicht lohnt sich. Echt der Hammer, da haut’s der schier de Vogel naus. Abends haben wir dann eine Forelle gegessen, die schoene Aussicht auf den Titicacasee genossen und viele Infos ueber Columbien und Deutschland ausgetauscht. Spaeter haben wir dann noch eine alleinreisende Slowakin und nen Brasilianer getroffen und eine Diskussion zu verfolgen wobei man mit einem Ohr spanisch, mit dem anderen portugiesich hoert ist echt crazy, da explodiert der Kopf!

Am naechsten Mittag, nach vergeblicher Suche nach dem Sonnentempel sind wir dann zurueck nach, Copacabama. Auf dem Boot war eine Deutsch-Chilenische Familie aus Berlin.

In Copacabama haben wir dann, nach kleinem Imbiss den Bus nach Cusco genommen!

Vom Fahrrad gschla!

Januar 19, 2010

Hey Leute,

19 Aufrufe gestern und kein Kommentar, nur von Carmen vorgestern! Bin enttaeuscht, hab heute gar keine Lust viel zu berichten!

Gestern haben ich die Downhill-Tour auf der gefaehrlichsten Strasse der Welt gemacht – genial. Am Anfang bin ich schier eingegangen, auf 4600 m wars eisig kalt, hat geregnet, man hat nichts gesehen und die ganze Kleidung war nass.

War ne bunte Gruppe, ne Deutsche, Australianer, und Argentinier. Die Guides waren super. Spaeter war das Wetter dann auch genial – Sonnenschein! 5 Stunden ging es bergab, zuerst auf Teerstrasse, dann auf einem Feldweg, manchmal 4 m breite zwischen Fels und 400 m Abhang, unter Wasserfaelle und durch Baeche.

Einmal bin ich dann auf die Schnauze gefallen, war aber selber Schuld. Bin auf der geraden zu schnell gefahren,  dann hats mich auf nem Stein auf dem Weg gespickt! Die Hose hats zerissen, den Lederhandschuh zerfetzt, mir ist aber ausser ein paar Schuerfwunden am Knie und Ellbogen nix passiert. Von anfangs 12 haben 2 nach dem ersten Stueck aufgegeben, 1 ist kollabiert, ich und noch ein anderer sind gestuerzt. Aber mir hats auf jedenfall riesig Spass gemacht!

Nach getaner Tour haben wir nach Huehnern gejagt, ein Bier getrunken und der Bus hat uns zu einem Hotel mit Swimming-Pool und genialem Buffet-Essen gebracht, bevor wir wieder 3 Stunden mit dem Bus zurueck sind. Auf der Ruekfahrt tauchen wir dann kurz in das alltaegliche Leben des La Pazischen „Busschreiers“ ein.

Gestern Abend war ich dann im Hostel „Loki“, ein Partyhostel in dem die Rahel aus Hamburg wohnt, die mit auf der Bike-Tour war, war supi. Heut fahre ich dann nach Copacabana, zum Titicacasee.

Bin verzweifelt auf der Suche nach einer Inca-Trail-Wanderung. Alles ausgebucht, aber vielleicht klappts ja doch irgendwie. Alleine was zu finden ist immer einfacher.

Noch ein paar Fakten die ich die letzten Tage gewonnen habe:

Bolivianer importieren viele gebrauchte Autos.

Der Weihnachtsmann ist schwul!

Busschreier – mein Traumberuf!

Es gibt durchaus Brasilianer mit ueberdurchschnittlicher Kopfgroesse und Gesichtszuegen.

Brasilianer glauben nicht dass ich Brasilianer bin.

Japaner kaufen Lithium aus Bolivien.

Schuhe in Groesse 44 zu finden ist fast unmoeglich – aber ich habs geschafft!

Englaenderinnen tackeln sich gerne auf und Franzoesinnen sehen nicht aus wie Schwedinnen!

In Bolivien geht mit handeln immer was, und man muss hartnaeckig sein!

In 8 Jahren, 20 Tote Downhiller, von schaetzungsweise 150 taeglich.

Australier lieben den Ausdruck: „Motherfucker“!

Beim sprigen mit dem BMX immer auf die Huehner achten.

Chinesisches Essen ist in Bolivien anders als in Deutschand.

In einem Jahr 300 Tote auf der Todesstrasse, als Sie noch Hauptverkehrsmaessig befahren wurde!

In der Schlucht liegt kein Gold oder Silber, nur verfaulte Bananen und nicht gefundene Leichen.

Es ist unglaublich wie viele Rechtschreibfehler ich mache, das merk ich erst wenn ich mein geschriebenes zum 2. mal durchlese. Ich hab keine Lust und Zeit alles was ich veroeffentliche, korrekturzulesen. Wer Fehler findet, darf Sie behalten!

La Paz, Metropole auf fast 4000 m

Januar 16, 2010

Heute angekommen in La Paz, dem Regierungssitz Boliviens, nicht die Hauptstadt – die nach der Verfassung ernannte Hauptstadt ist Sucre. Die Reise im Bus „horrivel, horribel, schrecklich“! Der Preis, billig aber zu teuer! Fuer 120 Bolivianos, andere haben durch handeln 100 oder weniger bezahlt hatte ich einen Bus, „semi-cama“ – eigentlich Liegesessel. Hab mich nach dem Salzseetrip schon gefreut ein bisschen zu ratzen, aber es war unmoeglich. Es gab keinen Platz fuer die Fuesse, meine Knie taten weh, der Bus hat geschaukelt ohne Ende…naja, hab heute mittag ein bisschen geschlafen!

Hatte ne Interssantes Gespraech mit einem Brasilianer aus Rio, er hat mir ueber Evo erzaehlt, dem wiedergewaehlten Praesidenten Bolivines, die Hoffnung der meisten bolivianischen Bevoelkerung. Mit Ihm und 5 Freunden von Ihm habe ich heute ins Hostel eingecheckt! Viel habe ich noch nicht gesehen vol La Paz, nur dass die Stadt wie eine Muschel in einem Tal liegt, in der ferne sieht man schneebedeckte Gipfel. Werd mich heute Abend mit einem Couchsurfkontakt treffen, der gerade keinen Platz hatte, es wohnt ein anderer Deutscher gerade bei Ihm.

Uebermorgen will ich ne Downhill-Bike-Tour machen, hab mich heute schon informiert, ist sehr guenstig, aber ich buche lieber die Tour mit besserer Ausruestung. Hab mich extra erkundigt ob man Downhill-Erfahrung braucht, wenn man mit dem Fahrrad umgehen kann, sollte es easy sein, ist aber auch nicht ganz ungefaehrlich…aber bestimmt ein Erlebnis!

Hier ein Link ueber die Strecke:

http://www.youtube.com/watch?v=Gu0OOMpdvew&feature=fvst

Morgen werde ich mir mal die Stadt anschauen, und nach der Bike-Tour werde ich schon bald weiter nach Copachabana am Titicaca-See. Ihr koennt uebrigens gerne Kommentare hinterlassen, ich freu mich ueber jeden. Ich sehe uebrigens wie viel Leute auf der Seite sind, taeglich ca. 20 – 70, es gibt also wohl viele versteckte Leser!

Noch 35 Tage bis zu Hause, so gut wie mir der Trip gefaellt, so arg freu ich mich auch schon wieder auf zu Hause. Hoff dass es bis dahin nicht mehr so kalt ist wie gerade. Bei dem Schweisswetter das Ihr gerade habt, bin ich echt froh hier im „warmen“ Suedamerika zu sein, obwohl hier oben im Andenbergland ist es Nachts schon ganz schoen frisch!

Uyuni Salzwueste, wie eine Schneelandschaft

Januar 16, 2010

Das mit dem Bus hat letzendlich geklappt, ich bin jetzt schon seit 3 Tagen in Bolivien, und es ist ueberwaeltigend. Bolivien ist ein sehr armens Land, sehr wenig Wirtschaft, viele Leute leben noch von dem was Sie selber anbauen. Von Villazon, der Grenzstadt zu Argentinien sind wir, die 5 Argentinier und ich, ueber Tupiza und Atocha 9 Stunden mit dem Bus nach Uyuni gefahren – mit einer Art „Wuestenbus“, ein Bus mit Gelaendebereifung. Das ist noetig, es gab kein Stueck asphaltierter Strasse, die Strassen sind eingeebnete Landschaft, es gibt ein paar Bruecken aber das eine oder andere mal musste der Buss auch ein kleines Fluesschen durchfahren. Schlafen auf der Busfahrt – einfach unmoeglich! Aber die Landschaft – atemberaubend, 3,5 h durch das unbevoelkerte Bergland, von Taelern ueber Berge, viele enge Strassen (da kann man schon Angst bekommen). Alle 10 km mal eine Lehmhuettendorf, die Leute leben dort ohne Strom, unvorstellbar dort zu wohnen, 2 h mit dem Bus zur naechsten Stadt.

Uyuni ist sehr Touristisch orientiert. Es gibt viele Hotels, die zur Zeit sehr ueberfuellt sind und auf der Strasse wird man staendig angesprochen, ob man schon eine Tour zum Salzsee gebucht hat. Wir haben gestern eine gemacht, 125 Bolivianos mit Essen, Trinken im Jeep 6 Stunden durch den Salzsee, das sind ungefaer 13 Euros. Und es war einfach unglaublich, so weit man sehen kann ist alles weiss. Wir haben ein Hotel, das komplett aus Salz besteht geshen und sind zu einer „Insel“ gefahren. Es ist eine Insel bestehend aus Korallenriffen, bewachsen mit Kakteen. Ich kanns nur wiederholen, unbeschreiblich – mit 100km/h im Toytota Jeep ueber das weisse Meer zu rauschen!

In Uyuni habe ich ein paar Deutsche getroffen und ich muss sagen es ist inzwischen schon ein bisschen ungewohnt deutsch zu sprechen. Ich sprich eigentlich nur mit Papa, Mama und Carmen – schwaebisch! Und der Frederico, der Argentiner mit dem ich im La Quiaca im Hostel war, habe ich auch getroffen. Sein Kollege – Mauro hatte ne Verletzung an der Schulter und ist zuerueck nach Buenos Aires. Er kommt morgen nach La Paz, dort werden wir uns wohl treffen.

Bilder folgen bald! Die meitern Internetcafes sind so langsam, dass das Hochladen Tage dauern wuerde, und ausserdem bin ich gerade auf der Suche nach dem Kabel meiner Kamera, hehe!

In La Quiaca stecken geblieben

Januar 13, 2010

Hier in La Quiaca, der Grenze zu Bolivien habe ich wieder 1 Tag verloren, wollte heute mit dem Zug fahren, gab keine Tickets mehr, Bus auch nicht, erst morgen wieder! So ist des halt, da muss man flexibel sein beim Reisen, vor allem in Bolivien habe ich gehoert!

Seit Humaucha bin ich alleine unterwegs, Vicente ist zurueck nach Brasilien! Und heute war alles verrueckt, man muss spontan sein beim Reisen, schnelle Entscheidungen treffen, die das weitere Schicksal bestimmen! Z.B. gestern in Humauhaca habe ich 3 Argentinierinnen getroffen, die uns schon seit dem Bus von Cordoba immer wieder ueber den Weg laufen, Sie nahmen einen Bus frueher und ich bat Sie das Hostel fuer mich mit zu reservieren, ich sollte dann anrufen, wenn ich ankomme, hab Sie nicht erreicht! Dann habe ich mich halt allein auf Zimmersuche gemacht, habe 1 Israeli, 2 Uruguayas und 2 Argentinier getroffen, zuerst sah es so aus, dass wir zusammen den Zug nehmen, als es keine Fahrscheine mehr gab wollte ich ueber die Grenze, dann einen Bus nehmen, als ich dann die 3 Argentinas getroffen habe, die gemeint haben es gibt heute kein Bus mehr, Sie haben dann ein Ticket fuer mich mitgekauft, morgen um 8. Die anderen fahren morgen mit dem Zug, jetzt bin ich bis Uyuni mit den Argentinas und 2 weiteren argentinischen Freunden, die Sie auf der Reise kennen gelernt haben, unterwegs! Verstaendigung: Spanisch mix mit portugiesisch! Also ich bin jetzt auch schon fleissig am Spanisch lernen! Mui buenos.
Und in Huamahuaca habe ich mir Coca-Blaetter gekauft, die Leute hier essen das bis zum Umfallen, wegen der Hoehe und der duennen Luft. Es haelt einen fitter nimmt ein bisschen den Hunger, aber sonst hat es keinen Effekt! Ist aber auch ein bisschen eklig, der Typ von der Waescherei, dem ist der gruene Sabberbrei beim reden zwischen seinen gruen-gelb gefaerbten, verstummelten Zaehnen rausgelaufen, baah!
Was ich noch gesehen habe, die Leute tragen Saecke und allemoeglichen anderen Waren ueber die Grenze, total komisch. Es gibt so ein eingezaeunten Trampelpfad, dort rennen Maenner, Frauen und sogar Kinder mit 15 Jahren oder noch weniger im Gaensemarsch, vollbepackt wie Esel von der argentinischen Seite zur bolivianischen. Hab gehoert die verdienen so ein wenig Geld, total unterbezahlt, und das ist so halb illegal!