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studieren, Strand und Stimmung

September 9, 2009

Hallo Ihr Lieben,

jetzt wird mal wieder Zeit dass ich was von mir hören lasse. Ist echt schon wieder eine Weile her, dass ich hier etwas geschrieben habe.

Inzwischen habe ich schon 3 Wochen Vorlesungen hinter mir und es ist schon schwierig Vorlesungen in einer anderen Sprachen zu hören. Ich kann nur etwa die Hälfte bis 80% von dem verstehen was der Professor redet und das Zuhören ist sehr ermüdend. Aber ich habe schon gemerkt,dass ich im Vergleich zum Anfang schon viel mehr verstehen und auch besser sprechen kann. Zur Zeit besuche ich noch ziemlich viele Vorlesungen, insgesamt 5 Fächer plus Portugiesischkurs, wobei ich ziemlich sicher bin, dass ich nicht alle bis zum Schluss besuchen werde. Ich warte noch auf eine Bestätigung von einem Professor aus Konstanz – der gerade im Urlaub ist – welche Fächer sicher angerechnet werden können. Bis dahin werde ich noch alle Kurse Besuchen. Hier ist es ja anders wie in Deutschland, hier herrscht  Anwesenheitspflicht. Außerdem will ich dieses Semster eine Projektarbeit machen und mir wurde letzte Woche ein interessantes Projekt angeboten. Ich
habe die Möglichkeit eine Solaranlage, eher einen kleinen Solarteststand zu planen und aufzubauen. Das Pojekt hört sich sehr interssant an, ist aber auch
mit sehr viel Arbeit verbunden. Ich weiß noch nicht ob ich dieses Projekt machen werde.
Es macht Spaß an der PUC zu studieren. Die meisten Studenten studieren entweder Morgens oder Abends. Viele machen in der restlichen Zeit ein Praktikum oder Arbeiten. Ich habe Vorlesungen ganz gemischt zu allen Tageszeiten, aber leider Montags und Freitags und dafür Mittwochs frei. Das ist ziemlich beschissen, um am Wochenende einen Kurztrip zu machen. Ich habe mit den Leuten aus meinem Kurs auch schon viel zu tun. Die Brasilianer sind, wie schon gesagt sehr sehr offen, man kommt schnell in Kontakt. Zwei Fächer mache ich  mit Karine, Sie war die letzten beiden Semester in Konstanz uns spricht sehr gut Deutsch, das hilft mir sehr.
Zur Zeit sind auch viele Feste an der PUC, die sogenannten „calouro burro“ Feste. Da werden die Studienanfänger mit Eiern beworfen, mit Mehl eingerieben und mit Farbe bemalt und den ganzen restlichen Tag wird gefeiert. Nach den Vorlesungen stehen die Leute dann bis auf Straße und
es herrscht ne Hammer Stimmung. Jedes mal eine mords Gaudi.

Ansonsten treibe ich noch viel Sport. Ich gehe noch mit den Mexikanern oft zum Thai Boxen und außerdem habe ich mich an meiner Uni zum kostenlosen Schwimmtraining, was auch zweimal die Woche stattfindet eingetragen. Das macht mir zwar nicht so viel Spaß, aber ist gut um meinen schlechten Schwimmstil ein bisschen zu verbessern.

Heute bin ich von meinem ersten Trip zum Meer zurückgekommen, war bis auf das Wetter echt genial. Julio, den ich schon aus Deutschland kenne hat uns über das verlängerte Wochenende zu seinem Haus in „Guratuba“ am Meer eingeladen. Heute war Tag der Unabhängikeit in Brasilien und gesetrn war deswegen auch ein Tag ohne Vorlesungen. Denise, Nicole und Adriana aus Mexiko, Sie studiert auch an der PUC, Leonardo und Arne aus Nürnberg, ein Freund von Julio und Leonardo waren auch in dem Ferienhaus. Das Haus ist genial, natürlich mit Swimming-Pool und Haushälterin. Das Essen superlecker, Wir haben gewohnt wie in einem 5 Sterne Hotel. Mittags, nach dem Frühstück waren wir am Strand, Julio und seine Kumpels haben gesurft. Die können das echt ziemlich gut. Julio macht das schon seit 11 Jahren und er baut seine Bretter selbst. Ich hab mich mit einem Body-Board in die Wellen getraut. Das ist ein Surfbrett wobei nur mit dem Oberkörper auf dem Brett
liegt und mit Flossen an den Füßen paddelt, also nicht versucht auf das Brett zu stehen. Nach einem mal rauspaddeln und zurücksurfen hatte ich alledings keine Kraft mehr in den Beinen, hat aber ziemlich viel Spaß gemacht. Bei der nächsten Gelgenheit werde ich das auf jeden Fall wieder machen. Abends nach leckerem „Churrasco“ also Gegrilltem sind wir dann immer ordentlich feiern gegangen. Guratuba ist der Ferien-Strand von den Curitibanos,
viele haben ein Haus am Strand dort, und in der Disko hat man dann fast nur Curitibanos getroffen. Weil morgen wieder Arbeitstag ist, und heute jeder zurückgefahren ist, hat die Fahrt statt 1,5 Stunden 4,5 Stunden gedauert. War echt super, nur wenn es nicht jeden Tag geregnet hätte, hätte wir mehr Zeit am Strand verbringen können.

So das war erst mal wieder das neueste aus Brasilien. Ich hoffe Euch allen gehts gut und ich freue mich über jeden Kommentar.

Gruß
Christoph alias „Argentino“ (die Brasilianer haben gemeint ich seh aus wie ein Argentinier 🙂 )

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